Falschgetankt 24

Fehlbetankungen

Eine Lösung für alle Fälle

Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Möglichkeiten der Falschbetankung, die wir Ihnen hier, nach aufsteigender Schwere geordnet, kurz erläutern:

Superbenzin (95 Oktan) statt Normalbenzin (91 Oktan):

Erfreulicherweise ist dies kein Problem, Sie können ganz normal weiterfahren.

Normalbenzin (91 Oktan) statt Superbenzin (95 Oktan):

Auch das ist nicht weiter schlimm. Falls Sie ein Fahrzeug mit Klopfsensor fahren, bemerken Sie gar nichts, denn der Sensor sorgt dafür, dass der richtige Zündzeitpunkt automatisch geregelt wird. Falls Sie keinen Klopfsensor haben, hören Sie beim Weiterfahren ein lautes Geräusch, das sogenannte "Nageln". Keine Bange – sobald Sie so viel gefahren sind, dass Sie nachtanken können, tanken Sie Super plus (98 Oktan) nach. In der Zwischenzeit fahren Sie sachte und ohne Vollgas oder heftiges Hochziehen.

Diesel statt Benzin:

Dies passiert eher selten, denn die Dieselzapfpistole ist zu dick für einen Benzinertankstutzen. Dennoch kann es mit einem Reservekanister vorkommen. Sie merken es daran, dass der Motor sehr unruhig läuft. Da bereits ein Dieselanteil von 5 % Schäden an Kat und Motor verursachen kann, sollte der gesamte Treibstoff sofort von einem Spezialisten abgepumpt werden.

Benzin statt Diesel:

Die häufigste Falschbetankung. Gut, wenn Sie noch einen älteren Motor mit indirekter Einspritzung und Vor- oder Wirbelkammertechnik fahren (z. B. Golf 1 oder 2, Mercedes Typ 123 oder 124, Peugeot 205 D), denn dieser nimmt bei einem Benzinanteil von bis zu 30 % in der Regel noch keinen Schaden.

Anders bei neueren Fahrzeugen mit Direkteinspritzung, also Common-Rail- oder Pumpe-Düse-Technik, wo schon ein Benzinanteil von 5 % Schäden verursacht.

Das Hauptproblem ist auch für Laien leicht in einem Satz erklärt: Benzin zerstört den Dieselschmierfilm, an den mechanischen Teilen entsteht Reibung, und die dadurch produzierten Späne und Abriebe können mehrere Teile bis hin zum Motor schädigen. Fährt man mit der Diesel-Benzin-Mischung weiter, fängt der Motor an zu "nageln", dann zu stottern, bis er schließlich stehenbleibt. Dann kann es bereits zu spät sein, deshalb ist auch hier, nicht zuletzt wegen der Feuergefahr, unbedingt vor der Weiterfahrt ein fachgerechtes Abpumpen notwendig.

In den beiden letzten Fällen steht Ihnen unser Notfallservice rund um die Uhr zur Verfügung.



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